FITNESS, MYTHEN
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Die größten Fitness-Mythen Teil 1

Rund um das Thema Fitness existieren zahlreiche Mythen, die sich hartnäckig halten. In den letzten Jahren hat sich wissenschaftlich so viel in diesem Bereich getan, dass alte „Erkenntnisse“ längst überholt und widerlegt sind. Andere wiederum werden angezweifelt, obwohl sie der Wahrheit entsprechen. Aber was dürfen wir nun glauben und was ist totaler Blödsinn?

#1 – Fettverbrennung beginnt erst nach 20 Minuten Training!

FALSCH! Es kommt bei der Fettverbrennung auf viele Faktoren an (z.B. Pulsbereich) und bei bestimmten Trainingsarten beginnt die Fettverbrennung beinahe sofort. Wie ihr schon im Artikel über HIIT lesen konntet, ist diese Art von Training besonders effektiv zum Verbrennen von überschüssigem Fett. 

#2 – Je mehr man trainiert, desto mehr bringt es einem!

FALSCH! Vielleicht habt ihr ja den Spruch schon mal gehört: „Der Muskel wächst in der Regeneration!“. Da ist auch was dran. Viele glauben, den Bizeps schon bei jedem Curl wachsen zu sehen. Tatsächlich wächst der Muskel aber in den Ruhephasen. Deshalb ist es besonders wichtig, eine Balance zwischen Training und Regeneration zu finden. Wer zu viel trainiert, wird keine Leistungssteigerung und auch kein Muskelwachstum erzielen können. Allgemein gilt: Am besten einen Split erstellen (oder erstellen lassen), damit die Körperpartien genug Rast haben, bevor man wieder neue Reize setzt.

#3 – Während des Trainings viel zu trinken ist wichtig!

WAHR! Dieser Mythos stimmt natürlich. Der Körper verliert durch das Schwitzen Flüssigkeit, die ihm wieder zugeführt werden muss. Bei starkem Schwitzen empfiehlt es sich außerdem, elektrolythältige Getränke zu konsumieren (immer ein Auge auf die Nährwerte und Inhaltsstoffe werfen! Ein Sportgetränk mit 300 kcal und Zucker hat wenig Reiz für einen Sportler, der vielleicht gerade definieren will!)

#4 – Ausdauersport – der beste Weg zum Abnehmen?

FALSCH! Der beste Weg zum Abnehmen ist eine Kombination aus Ausdauertraining UND Krafttraining (z.B. 3-4 Mal Krafttraining + 2 Mal HIIT/Steady State Cardio). Wer Muskeln aufbaut, kann nämlich seinen Grundumsatz erhöhen, da die Muskeln natürlich mehr verbrennen. Das erleichtert das Abnehmen enorm. Wichtig ist auch, dass das Ausdauertraining abwechslungsreich gestaltet wird, sonst gewöhnt sich der Körper zu sehr an die immer gleiche Belastung.

#5 – Wo sich Muskeln bilden, verschwindet das Fett!

(Leider) FALSCH! Fett wird nur dann abgebaut, wenn man im knappen Kaloriendefizit ist und die zugeführten Lebensmittel den Blutzuckerspiegel nicht ständig an die Decke schießen lassen. Es ist eigentlich sehr einfach: wenn du weniger isst, als du verbrennst, nimmst du ab – eben auch Fett.(NICHTS ESSEN IST ABER TROTZDEM KEINE FUNKTIONIERENDE VARIANTE) Außerdem kann man nicht bestimmen, an welcher Stelle man Fett abnimmt. Das ist genetisch festgelegt und von Person zu Person verschieden. Allgemein nimmt man aber zuerst an Stellen wie Gesicht und Brust ab, bevor der Körper an das „Speichermedium“ Bauchfett geht.

#6 – Du schwitzt? Hast du denn keine Kondition?

FALSCH! Der Eine schwitzt mehr, der Andere weniger. Das hat aber nichts mit der Kondition zu tun (sonst würde das ja bedeuten, dass man im Sommer eine schlechtere Kondition hat weil man mehr schwitzt!). Schwitzen erfüllt einen sehr essentiellen Zweck: Es kühlt den Körper. Schweiß ist also nicht etwa ein Zeichen eines schlechten Trainingszustandes, sondern dient unserem Körper nur als „Klimaanlage“. 

#7 – Wenn man mit Krafttraining aufhört, werden Muskeln zu Fett!

Zum Glück ist das FALSCH! Diese beiden Komponenten bestehen aus komplett unterschiedlichen Bestandteilen und jeder Chemiker würde nur den Kopf schütteln, wenn er die Gleichung Proteine => Fett hört. Es ist einfach nicht möglich, dass sich das eine in das andere verwandelt. Natürlich bauen wir langsam Muskeln ab, wenn wir mit dem Training aufhören und wenn man in einem Kalorienplus ist, wird man Fett zulegen. Diese Prozesse laufen unabhängig voneinander ab! Wer das Training stoppt, muss dementsprechend weniger essen, um dem Fettabbau entgegen zu wirken.

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