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Paleo – Wie gesund ist die Steinzeit-Ernährung?

Bestimmt habt ihr alle schon mal den Begriff „Paleo“ gehört, wenn auch nur im Geografieunterricht (siehe Paläozoikum). Heutzutage steht es für eine Ernährungsform, bei der sich die Menschen wie unsere Vorfahren vor Tausenden von Jahren vor der Sesshaftigkeit ernähren. Lebensmittel wie Getreide, Milchprodukte und Zucker sind tabu. Da dies genau die Lebensmittel sind, auf die viele Leute allergisch oder empfindlich reagieren, wird Paleo als besonders gesundheitsfördernd angepriesen. Aber wie gesund ist die Steinzeit-Diät wirklich?

Quelle: paleo360.de

Quelle: paleo360.de

Keine verarbeiteten Lebensmittel

Ein Punkt der natürlich für diese Ernährungsform spricht: verarbeitete, ungesunde Lebensmittel fallen komplett weg, da sie so gut wie immer Weißmehl, Zucker oder Geschmacksverstärker enthalten. Man ist darauf angewiesen, alles so natürlich wie möglich zu essen und zuzubereiten. Auf dem Speiseplan stehen vorwiegend Fleisch, Gemüse, Eier, Nüsse, Samen und Früchte in Maßen. Automatisch fallen Süßigkeiten, Limos und Kuchen weg, was zu einer allgemein gesünderen Ernährung führt.

Fitnessorientiert

Fleisch und Gemüse? Klingt doch nach der Parade-Fitnessernährung. Viele erzielen mit Paleo eine fitte Form und eine Gewichtsabnahme ohne dabei Kalorien zu zählen oder besonders darauf achten zu müssen. Da nur gesunde Lebensmittel zur Verfügung stehen, fällt das Abnehmen leicht und man erziel schnell gute Ergebnisse.

Zu viel Protein?

Von Paleo-Experten wird ein Eiweißanteil von fast 40% empfohlen, während viele Ärzte einen nur halb so großen Proteinanteil in der Ernährung empfehlen. Bekanntlich kann zu viel Eiweiß die Nieren schädigen und somit ist die Empfehlung von 40% etwas fragwürdig und kritisch zu betrachten. Regelmäßige Checks beim Arzt sind definitv zu empfehlen, wenn sich jemand für diese Ernährungsform entscheidet.

Nährstoffmangel?

Durch den Verzicht auf Getreideprodukte und Hülsenfrüchte kann es zu einem Ballaststoffmangel kommen, was sich negativ auf die Verdauung auswirken kann. Außerdem versorgen Milchprodukte, die ebenfalls NICHT erlaubt sind, den Körper mit Kalzium. Die Gefahr einer Mangelerscheinung ist nicht zu unterschätzen!

Woher kommt mein Fleisch?

Will ich wirklich Antibiotika-gefütterte Billigpute in einer Ernährung, die eigentlich so natürlich wie möglich sein sollte? Natürlich sagen Paleo-Experten, dass Fleisch vom Metzger oder sogar selbst gejagtes Fleisch konsumiert werden sollte, aber sein wir uns ehrlich: der Normalverbraucher kann es sich sehr schwer leisten, in diesen Mengen Bio-Qualitätsfleisch für den täglichen Gebrauch einzukaufen und die wenigsten von uns haben eine Jagdlizenz. Die Realität sieht eher so aus: Man kauft Billigfleisch vom Discounter!

Resümee

Grundsätzlich verhält es sich mit Paleo wie mit jeder anderen Ernährungsform: Jeder muss für sich entscheiden und herausfinden, ob es passt, oder nicht. Paleo kann für den einen super funktionieren, für den anderen wiederum gar nicht passen. Eine 30-Tages Challenge eignet sich gut für alle, die Neugierig sind und es testen möchten.

Wir freuen uns über eure Erfahrungsberichte! 🙂

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