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ALKOHOL – der Feind jedes Sportlers

Partys, Weggehen und alkoholisches Getränk gehören zu unserem Lebensstil bzw. zu unserer Gesellschaft genauso dazu wie Essen oder Atmen. Ein Glas Bier, ein guter Wein oder im allgemeinem genannt Alkohol, wird oft als sozialer Kommunikator eingesetzt und wird deshalb auch als „Gute-Laune-Droge“ bezeichnet. Der Satz : „Hast du schon einmal eine gute Geschichte gehört, die mit „ich habe einen Salat gegessen“ begonnen hat?“ ist uns allen bekannt und jeder weiß, dass es sich hier um Geschichten handelt die mit Alkohol zu tun haben.

Die erheblichen Nachteile , die bei einem Überkonsum auftreten können wie

– verminderte Leistungsfähigkeit,
– eingeschränkte Bewegungskontrolle,
– Leberschäden oder
– Alkoholsucht werden gerne entweder verschwiegen oder verdrängt.

Im nachfolgenden Beitrag gehe ich auf den Einfluss von Alkohol auf Sportler ein und zeige auf, dass von dem Konsum von Alkohol, auch in geringen Maßen, gerade im Stadium der Fettverbrennung und dem Muskelaufbau, auf jeden Fall abzuraten ist.

Die Faustregel : 1 Vollrausch ist ca. 2 Wochen Trainingsfortschritt ist natürlich äußerst kritisch zu sehen und nicht bewiesen, aber folgende Punkte könnten kombiniert genau das aussagen, was die Faustregel abkürzt.. 🙂

1)Alkohol senkt den Testosteronspiegel

Jeder weiß, dass das Testosteron, als körpereigenes Sexualhormon auch für den Muskelaufbau zuständig ist. Für jeden Sportler ist es deshalb wichtig, dass er einen konstant ausgeglichenen Testosteronspiegel besitzt und diesen nicht durch äußerliche Einwirkungen „unnötig“ in den Keller treibt.

Fakten :

.) Alkohol wird in unserem Körper zu Stoffen ab / umgebaut, welche die Testosteron Produktion massiv einschränken. Selbst wenn der Alkohol komplett abgebaut ist, kann die Produktion
noch weitere 24 Stunden oder länger zum Erliegen kommen.

.) Alkohol behindert die Zentren im Gehirn, die die Produktion von Testosteron
anregen.

.) Alkohol behindert den Abbau vom Testosterongegenspieler in der Leber. Zu viel Alkohol erhöht somit den Östrogenspiegel (weibliches Sexualhormon) langfristig. Zu viel Östrogen stört direkt die Testosteron Herstellung.
(Wer kennt den Witz, dass im Bier weibliche Sexualhormone sind?)….. den Rest denkt ihr euch. 🙂

2. Alkohol besitzt fast soviel Kalorien wie Fett

Ein Gramm Alkohol in purer Form (Ethanol) besteht aus rund 7,1 Kcal.
Nährstoffe wie Protein und Kohlenhydrate haben pro Gramm 4,1 Kcal und der Nährstoff Fett sogar 9,3 Kcal. Somit kann man ein Gramm Alkohol, ca. mit einem Gramm Fett vergleichen und ein klarer Schnapps oder Vodka kommt mit 2cl auf ca. 40 Kcal.

Anhand des Alkohols beinhaltet ein kleines Bier (0,3 Liter) ca. 136 Kcal und ein großes (0,5 Liter) ca. 175 Kcal. Rechnet man jetzt noch die anderen Inhaltsstoffe + Kohlenhydrate dazu, die den Geschmack ausmachen, ist man bei einem Glas 0,5 Liter Bier bei ca. 250 Kcal….

Das entspricht wiederum 20 – 25 Minuten auf einem Cardio-Gerät bei mittlerer Belastung…. 🙂

Zu diesen Fakten kommt noch dazu, dass Alkohol aus leeren Kilokalorien besteht und somit keine Nährstoffe in den Stoffwechsel abgeben kann und direkt für die Energiegewinnung  verpufft. Die Folge daraus ist, dass die Hauptfunktionen des Körpers versorgt sind und die anderen durch die Nahrung aufgenommenen Nährstoffe (Fett, längere Kohlenhydrate) erst mal in die Fettdepots des Körpers transportiert werde, da der Stoffwechsel mit der Entgiftung des Alkohols noch beschäftigt ist.

Alkohol sorgt somit nicht nur für eine hohe Kalorienaufnahme, sondern behindert die wertvolle Fettverbrennung, die gerade bei einem Kraftsportler wichtig ist.

3. Alkoholische Getränke steigern den Appetit

Auch das Essverhalten ändert sich durch zu viel Alkoholkonsum…..
Jeder kennt es… man kommt nach dem Fortgehen nach Hause und der Heißhunger setzt ein!
Eierspeis mit Käse und schön fettem Speck…. Semmeln oder Schwarzbrot dazu…

WAS GIBT ES SCHÖNERES….

Alkohol sorgt dafür, dass es im Gehirn zu einer leichten Unterzuckerung kommt. Die Konsequenz ist, dass das Gehirn ein Hungersignal aussendet. Unterstützt wird das Hungergefühl durch verschiedene Hormone und Neurotransmitter, die ebenfalls unter Alkoholeinfluss aus dem Gehirn an den Körper entsendet werden.

Dies hat zur Folge, dass man unbewusst während oder nach dem Alkoholkonsum Nahrung einnimmt, die man eigentlich gar nicht essen will. Neben der Traditionellenart mir Eierspeise oder Brötchen nach dem Fortgehen kommen da auch noch Chips, Flips und Pommes Frites dazu die dann auch dafür sorgen, dass die Fettdepots im Körper anschwellen. Oft führt der Alkoholkonsum zu einer maßlosen Fressorgie, bei der alle guten Vorsätze radikal über den Haufen geschmissen werden.

Bier, Wein oder Schnaps…. Natürlich schaden sie dem Körper und dem Sportler…

Die Risiken bei zu hohem Alkoholkonsum sind inzwischen in unserer heutigen Gesellschaft bekannt. Trotzdem wird bei vielen Sportlern (gerade nach einem Erfolg) oft ein Glas zu viel getrunken….. (Wäre ja auch schade wenn nicht.. ) 🙂
Auch strenge Diätvorschriften werden durch den Alkoholkonsum manchmal ausgebremst.

Aber du solltest dir immer Prioritäten setzen, was du tatsächlich willst.

Wenn du nachhaltig Muskelaufbau betreiben willst, solltest du auf alkoholische Getränke verzichten. Ein Glas Bier hemmt die Fettverbrennung, blockiert den Muskelaufbau und sorgt dafür, dass du die Motivation für dein Training verlierst. Auch bei einer Diät oder Gewichtsreduktion ist Alkoholkonsum kein Thema. Alkoholische Getränke steigern das Hungergefühl und sorgen dann am Ende dafür, dass du anstatt abnimmst eher an Gewicht zulegst. Willst du das? 😉

Setze dir Ziele und Einschränkungen für dein Statement zu Alkohol

In den letzt 7 Jahren, seit dem ich mich besonders mit Krafttraining und meinen Körper beschäftige, gab es bei mir 2 Phasen.
PHASE 1 : Die ersten 3-4 Jahre waren gezeichnet von einer strickten Ablehnung von Alkohol!! In diesen Jahren konnte ich auch meine besten körperlichen Fortschritte verzeichnen.
PHASE 2 : Aufgrund eines Gesellschaftlichen Drucks, konnte ich diese strickte Ablehnung nur mehr schwer ausüben…. Ihr kennt es… Jeder hat diese Freunde, die es nicht wahr haben wollen, wenn sie sich betrinken und man daneben sitzt mit einem Soda Zitron… Meine Taktik hat sich daher geändert und ich setzte mir selbst eine Richtlinie, dass ich die Anlässe, zu denen ich Alkohol trinke besonders aussuche und das maximal 4-5 Anlässe sind. (3 Tagesevents zählen natürlich als 3 Anlässe und nicht als einer…. )

Meiner Ansicht nach muss JEDER einen (mit seinem Leben) kompatiblen Weg finden, dieses Thema zu bewältigen und anhand seiner ZIELE eine „Taktik“ schnüren. 🙂

Ich hoffe ich konnte euch dieses Thema etwas näher bringen.

greez Philipp Knefz

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